Ich bin immer noch ganz weich in den Beinen, denn gestern war doch so ein großartiger Tag für mich! Aber fangen wir erst einmal von vorn an. Im Vorprogramm zu Pearl Jam sollte es diesmal Ben Harper sein. Hmmm, meine Freunde berichten nur Gutes über ihn, ich finde, man kann ihn sich auch anhören, aber sein Programm hat mich nicht wirklich vom Hocker gehauen. Mir wurde aber auch gesagt, dass er seinen Stil geändert habe und es deshalb nicht ganz so gut ist, wie es hätte sein können. Einen Höhepunkt gab es dennoch. Eddie Vedder kam bereits während des Sets von Bern Harper auf die Bühne, um gemeinsam mit ihm den Queen / David Bowie Klassiker ‘Under Pressure’ zu performen. Das war dann doch schon genial und stimmte mich dann milde
Den ganzen Tag nervte ich nun schon meine Begleiter damit, dass ich doch endlich mal den Song ‘Long Road’ live erleben möchte! Ich habe Pearl Jam das erste Mal im Jahr 2000 live gesehen und seitdem kam dieser Song nie! Vor dem Konzert drohte ich dann, dass ich sofort zum Auto gehen werde, wenn sie dieses Mal nicht diesen Song spielen würden. Thank god, dieses Mal kam er und nun kann man glücklich sterben, wenn es soweit sein sollte
Den Titel habe ich dann auch gleich mal mit meinem iPhone aufgenommen, als Beweis sozusagen, damit ich diesen Tag nie vergesse. Ich kann euch nicht einmal sagen, warum ich den Song so gut finde, aber für mich ist er einzigartig. Zu sehen ist er im ersten Video weiter unten.
Das nächste Special für diesen Abend in Berlin war dann, dass die Jungs auch noch Peter Buck von R.E.M. mit dabei hatten, um einen Song zusammen zu performen, auch nicht schlecht, auch wenn ich R.E.M. überhaupt nicht mehr ausstehen kann. Die sind von Album zu Album immer langweiliger geworden…
Zusammenfassend muss man sagen, dass es sich immer wieder lohnt für Pearl Jam so weite Wege in Kauf zu nehmen. Man merkt so einer Band an, dass sie Jahre im Geschäft sind und das solche Konzerte etwas ganz anderes sind, als kleine Rock-Sessions in Clubs. Nach Berlin kommen auch immer sehr viele Fans aus ganz Europa, um sich die Show nicht entgehen zu lassen. Bei uns im Bereich standen eine Menge Polen, Belgier oder auch Dänen und diese Jungs kennen immer, aber auch wirklich immer, jede einzelne Textzeile und singen auch fleissig mit. Musik verbindet eben.
Während der zweiten Zugabe wurde dann eine Gedenkminute für die neun gestorbenen Menschen auf dem Roskilde Festival am 30.06.2000 gehalten. An diesem Tag wurden diese Menschen während des Auftritts von Pearl Jam durch die Massen erdrückt, als sie vom matschigen Boden nicht mehr aufstehen konnten. Seit diesem Ereignis haben Pearl Jam auch wieder den Song ‘Alive’ in ihr Live Programm mit aufgenommen. In Berlin wurde dieser nach der Gedenkminute und dem Song ‘Come Back’ gespielt.
Mehr als ganz, ganz großes Kino kann man hierzu nicht sagen. Wie jedes Konzert von Pearl Jam war auch dieses hier wieder einmal perfekt! Nach 130m war das ganze dann leider zu Ende und es lag noch die knapp vier Stunden Fahrt nach Hause an. Eine 1 mit * also
Hier die Setlist:
- Long Road
- Got Some
- Why Go
- Given to Fly
- Elderly Woman Behind The Counter In A Small Town
- Push Me, Pull Me
- Immortality
- In Hiding
- Even Flow
- Johnny Guitar
- Corduroy
- Light Years
- Gonna See My Friend
- World Wide Suicide
- Low Light
- Comatose
- Do The Evolution
- The End
- Just Breathe
- Spin The Black Circle
- Public Image (Public Image Ltd. cover)
- The Fixer
- Kick Out The Jams (MC5 cover) (with Peter Buck)
- Unthought Known
- Black
- Come Back
- Alive
- Yellow Ledbetter
Encore:
Encore 2:
Pearl Jam -- Juste Breathe:
Pearl Jam -- Alive:
Ben Harper & Eddie Vedder -- Under Pressure: